GESUNDHEITSINFORMATION

Joghurt hat ein Protein zur Steigerung der Energie und ein Calcium für die Knochenbildung. Es kann auch helfen, Gewicht zu verlieren und eine Erkältung abzuwehren. Hier ist der Überblick über die Vorteile von Joghurt

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Gesunde Merkmale von Joghurt

Der Joghurtkonsum verzögert das Altern des Organismus.

Die im Joghurt enthaltenden Mikroorganismen interagieren mit der Darmflora, greifen schädliche Bakterien an, die Alterung verursachen und neutralisieren sie. Diese Entdeckung wurde noch im Jahre 1908 durch den russischen Wissenschaftler, den Nobelpreisträger, Ilya Mechnikov gemacht. Er verglich Daten über die Lebensdauer in 36 Ländern und entdeckte, dass Bulgaren am längsten leben. Mechnikov verband diese Tatsache mit dem regelmäßigen Joghurtverbrauch. Die russische akademische Theorie, die bis heute weitgehend von Wissenschaftlern unterstützt wird, behauptet, dass die Alterung auf die Anhäufung von giftigen Substanzen in den Organismen und die Wirkung der Fäulnisbakterien im Dickdarm zurückzuführen ist. Mit dem Alter verursachen sie eine langsame Vergiftung und Nervensystemstörung. 

Der Joghurt und die Milchprodukte sind die beste Quelle, leicht Kalzium zu assimilieren, was wichtig für Knochen und Zähne ist.

Wenn es zum Mangel an Kalzium im menschlichen Organismus kommt, verdünnt die Knochensubstanz und das Risiko von Frakturen erhöht sich sogar bei harmlosen Traumata. Diese Krankheit heißt Osteoporose und trifft häufiger Frauen. Es ist wichtig, die Menge der Kalziumaufnahme während des ganzen Lebens und besonders in der Kindheit zu kontrollieren.

Die Milchsäurebakterien verhindern die Bildung kanzerogener Substanzen, limitieren die Mutationen und die Bildung von Krebszellen.

Die prophylaktische Wirkung von Joghurt zur Vorbeugung von einigen Arten von Tumoren ist in verschiedenen Untersuchungen bewiesen. Es ist experimentell erwiesen, dass die Milchsäurebakterien krebserregende Substanzen und Enzyme im Rektum verringern, was zeigt, dass sie das Potenzial haben, den Organismus vor einer Krebsbildung zu schützen.

 

Der Joghurt hat eine probiotische Wirkung - er beeinflusst äußerst positiv Magen und Darm.

Seine heilende Wirkung auf Magenprobleme wurde noch im 16. Jahrhundert entdeckt, als dieses Produkt nach Westeuropa übertragen wurde. Im Buch von Prof. Christo Chomakov "Bulgarischer Joghurt - Gesundheit und Langlebigkeit" wird erzählt, wie ein Heiler es geschafft hat, die ständigen Magenbeschwerden des französischen Königs Francois des Ersten zu heilen, indem er Joghurt in seine Ernährung einschloss. Probiotika sind nützliche Bakterien, die den Darm bewohnen, zur Verdauung beitragen und gleichzeitig die Entwicklung pathogener Mikroorganismen hemmen. Der Joghurt hat eine reinigende Wirkung, hilft bei Magen-Darm-Störungen, verringert das Risiko von Darminfektionen. Er hilft bei der Aufrechterhaltung des Darmgleichgewichts, wenn es durch eine längere Einnahme von Antibiotika oder Bestrahlung zerstört wird. Der Joghurt wirkt positiv gegen Verstopfung und einige Arten Diarrhö, besonders bei kleinen Kindern. Die Milchsäurebakterien verbessern die Verdauung als Ganzes, stimulieren die Darmperistaltik und verringern die Verstopfung.

Die Milchsäurebakterien im Joghurt helfen, die Immunität zu verbessern und tragen zu einem erfolgreichen Kampf gegen Infektionen bei.

Die lebensfähigen Milchsäurebakterien, die im Joghurt enthalten sind, sind ein starkes Mittel zur Unterstützung der immunen Abwehrbarriere des Darms. Einige Produkte, die aus Milchsäurebakterien (Bacterocine und Milchsäure) gebildet werden, unterdrücken auch die Entwicklung von schädlichen Krankheiten, die durch Mikroorganismen verursacht werden. Der Joghurt hilft bei der Senkung der hohen Temperatur. Er verringert auch allergische Reaktionen in Fällen von Überempfindlichkeit gegenüber Milch und beeinflusst positiv allergische Erkrankungen. 

Der Joghurt hilft bei der Vorbeugung von Herzkrankheiten.

Die Milchsäurebakterien haben eine antisklerotische Wirkung, da sie die Eigenschaft besitzen, das Serumcholesterin zu senken. Bei den durch Milchsäurebakterien verursachten Fermentationsvorgängen werden aus den frischen Milchproteinen bioaktive Peptide gebildet, über die festgestellt wurde, dass sie den Blutdruck senken und das Risiko von Blutgerinnseln verringern. Kalzium, an dem die Milch und die Milchprodukte ausschließlich reich sind, senkt auch den Blutdruck. Für Personen, die bereits Herzkrankheiten entwickelt haben, empfiehlt es sich, fettarme Milch und weißen Käse zu konsumieren, die im Vergleich zum gelben Käse mit einem Fettgehalt von 30 bis 60%wesentlich weniger Fett (19 g pro 100 g Produkt) enthalten.

Die Milch und die Milchprodukte senken das Risiko der Kariesentwicklung.

Die frische Milch reagiert alkalisch und neutralisiert die Säuren von der Zuckerfermentation in den Zähnen, was sonst den Zahnschmelz verringern lässt. Andererseits unterdrücken die Milchsäurebakterien im Joghurt die Entwicklung der Mikroorganismen in der Mundhöhle. Durch den hohen Gehalt an Kalzium, Protein und Phosphor wirkt Käse schützend.

Der Joghurt hat eine antitoxische Wirkung.

Neutralisiert toxische Stoffe, die Ergebnis von den Prozessen der Nieren- und Leberentgiftung sind.

Die frische Milch und die Milchprodukte sind eine der vollwertigsten und ausgewogensten Nahrungsmittel, die der Menschheit bekannt sind.

Sie sind eine unverzichtbare Quelle für qualitative hochwertige Proteine, die wichtige Aminosäuren und Kalzium enthalten und eine Hauptquelle der Vitamine B2 und A sind. Wenn dem menschlichen Organismus nicht genug Proteinmenge zugeführt wird, wird die so genannte Proteinunterernährung erreicht. Das führt zur Abnahme der Immunschutzkraft des Organismus, Erhöhung des Infektionsrisikos und zum Verlust von Muskel- und Knochenmasse. Frische Milch und Joghurt, sowie weiße Käsesorten werden unverdient von Menschen gemieden, die abnehmen wollen. In 100 g Kuhmilch sind etwa 66 kcal enthalten. Darüber hinaus ist der Vorteil von Milchprodukten, dass sie sowohl in der Voll- als auch in der Magermilch angeboten werden. 

Und nicht zuletzt – die Milchprodukte sind äußerst schmackhaft und seit Jahrhunderten ein unverzichtbarer Bestandteil der Regionalküche.

Sie werden in einem natürlichen Zustand oder als Teil oder Ergänzung zu verschiedenen Gerichten, Salaten, Desserts und Teigprodukten verbraucht. Der Joghurt ist ein besonderer Grund für Nationalstolz, denn es wird davon ausgegangen, dass das Mutterland des Joghurts auf unserem Territorium seit der Zeit der Thraker existiert. Bulgarien hat der Welt das Milchsäurebakterium Lactobacillus Bulgaricus, seine Entdeckung für die Wissenschaft und die industrielle Technologie für Joghurtherstellung gegeben.

 

Milchallergie und Laktoseintoleranz

Manchmal verwechseln die Leute die Laktoseintoleranz mit der Milchallergie

Milchallergie

Milchallergie ist eine Nahrungsmittelallergie, die eine Überreaktion des Immunsystems gegenüber einem bestimmten Milchprotein wie Casein ist. Wenn das Milchprotein eingenommen wird, kann es eine allergische Reaktion auslösen, die eine Reihe von leichten Symptomen (Hautausschlag, Nesselsucht, Juckreiz, Schwellung, usw.) bis zu schweren Symptomen (Schwierigkeiten beim Atmen, Keuchen usw.) enthalten kann.

Laktose

Laktose ist Zucker in der Milch und in den Milchprodukten. Der Dünndarm - das Organ, wo die meiste Nahrungsmittelverdauung und Nährstoffabsorption stattfinden - erzeugt ein Enzym, das Laktase genannt wird. Die Laktase zersetzt die Laktose in zwei einfachere Formen von Zucker: Glukose und Galaktose. Der Körper absorbiert dann diese einfacheren Zuckerformen in den Blutkreislauf.

Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz ist ein Zustand, in dem die Menschen nach dem Essen oder Trinken von Milch oder Milchprodukten Verdauungsstörungen wie Blähungen, Diarrhö und Gasansammlung haben.

Die Milch besteht

Die Milch besteht aus vielen verschiedenen Komponenten, beispielsweise Proteinen (wie Casein und Molke), Milchzucker (Laktose) und Fett.

Häufiger sind die Gründe für Laktoseintoleranz Laktasemangel und Laktosemalabsorption.

 

Laktasemangel 

Bei Menschen, die einen Laktasemangel haben, produziert der Dünndarm geringe Mengen an Laktase und kann nicht viel Laktose verdauen.

Laktosemalabsorption 

Laktasemangel kann zu Laktosemalabsorption führen. Unverdaute Laktose geht in den Dickdarm über. Der Dickdarm, ein Teil des Darms, absorbiert Wasser und verändert es von einer flüssigen zu einer festen Form. Im Dickdarm bauen Bakterien unverdaute Laktose ab und erzeugen Flüssigkeit und Gas. Nicht alle Menschen mit Laktasemangel und Laktosemalabsorption haben Verdauungssymptome.

Die  Menschen haben Laktoseintoleranz, wenn der Laktasemangel und die Laktosemalabsorption Verdauungssymptome verursachen. Die meisten Menschen mit Laktoseintoleranz können etwas Laktose ohne Verdauungssymptome essen oder trinken. Die Menge der Laktose, die jeder Mensch  vertragen kann, ist für jeden individuell.

Wie viel Laktose kann eine Person mit Laktoseintoleranz einnehmen?

 

Die meisten Menschen mit Laktoseintoleranz können eine gewisse Menge an Laktose in ihre Ernährung einschließen und brauchen nicht Milch oder Milchprodukte völlig zu vermeiden. Das völlige Vermeiden von Milch und Milchprodukten kann dazu führen, dass die Menschen weniger Kalzium und Vitamin D nehmen, als sie benötigen. Die Menge der Laktose, die jeder Mensch  vertragen kann, ist für jeden individuell. Eine Vielzahl von Faktoren – einschließlich der im Dünndarm produzierten Laktase kann es beeinflussen, wie viel Laktose ein Individuum tolerieren kann. Zum Beispiel kann eine Person schwere Symptome nach dem Trinken von einer kleinen Menge Milch haben, während eine andere Person eine große Menge ohne Auftreten von Symptomen trinken kann. Andere können leicht Joghurt und Hartkäse wie Cheddar und Schweizer essen, während sie nicht in der Lage sind, andere Milchprodukte ohne Verdauungssymptome zu essen oder zu trinken.

Die Forschung deutet darauf hin, dass Erwachsene und Jugendliche mit Laktosemalabsorption mindestens 12 Gramm Laktose essen oder trinken könnten, ohne dass oder indem nur geringere Symptome auftreten. Das ist die Menge an Laktose in einer Tasse Milch. Menschen mit Laktosemalabsorption sind in der Lage mehr Laktose zu essen oder zutrinken, wenn sie sie den ganzen Tag durch mit Mahlzeiten oder in kleineren Mengen essen oder trinken.

Weitere Statistiken

Joghurtkulturen 1 Gramm = 0,3 - 0,8 Gramm Laktose

Probiotische Kapseln 1 Gramm = 0,3 bis 0,9 Gramm Laktose

Mageres  Trockenmilchpulver, 1 Tasse = 62 Gramm Laktose

Gesüßte Kondensmilch, 1 Tasse = 40 Gramm Laktose

Eismilch, 1/2 Tasse = 9 Gramm Laktose

Eis, 1/2 Tasse = 3 - 6 Gramm Laktose

Joghurt, 1 Tasse = 5 Gramm Laktose

Blauschimmelkäse, 1 Unze = 2 Gramm Laktose

Sorbet, orange, 1/2 Tasse = 2 Gramm Laktose

Amerikanischer, Schweizer oder Parmesan, 1 oz. = 1 g Laktose

Wie beeinflusst die Laktoseintoleranz die Gesundheit?

Die Laktoseintoleranz verursacht nicht nur unangenehme Symptome, sondern kann auch die Gesundheit der Menschen beeinträchtigen, wenn sie sie davon abhält, genug essentielle Nährstoffe wie Kalzium und Vitamin D zu konsumieren. Die Menschen mit Laktoseintoleranz nehmen möglicherweise nicht genug Kalzium auf, wenn sie keine an Kalzium reichen Lebensmittel essen oder keine Nahrungsergänzung nehmen, die Kalzium enthält. Die Milch und die Milchprodukte sind wichtige Quellen von Kalzium und anderen Nährstoffen in der Ernährung. Kalzium ist wichtig für alle Altersgruppen, für das Wachstum und Erhaltung der Knochen. Der Mangel an Kalziumzufuhr bei Kindern und Erwachsenen kann dazu führen, dass Knochen weniger dicht sind und später eben leicht gebrochen werden können; das wird Osteoporose genannt.

Essen, Diät und Ernährung

Die Menschen finden es hilfreich, mit einem Gesundheitsdienstleister oder einem registrierten Ernährungsberater über einen Ernährungsplan zu sprechen. Ein Diätplan kann den Menschen helfen, die Symptome der Laktoseintoleranz aufweisen, indem man sicherstellt, dass sie genug Nährstoffe bekommen. Eltern, Hausbetreuer, Kinderbetreuer und andere, die sich mit der Ernährung von Kindern mit Laktoseintoleranz beschäftigen, sollten dem Ernährungsplan folgen, der vom Gesundheitsfürsorger oder vom registrierten Ernährungsberater des Kindes empfohlen wird.

Milch und Milchprodukte.

Die allmähliche Einführung kleiner Mengen von Milch oder Milchprodukten kann dazu beitragen, dass sich einige Leute daran anpassen, indem weniger Symptome auftreten. Oft können die Menschen Milch oder Milchprodukte besser vertragen, wenn sie sie mit Mahlzeiten wie Milch mit Getreide oder Käse mit Crackern aufnehmen. Menschen mit Laktoseintoleranz vertragen in der Regel eher Hartkäse, wie Cheddar oder Schweizer statt eines Glasses Milch. Eine 50 g-Portion von fettarmem Hartkäse hat weniger als 1 Gramm Laktose, während eine Tasse mit fettarmer Milch etwa 11 bis 13 Gramm Laktose enthält. 

Allerdings neigen  Menschen mit Laktoseintoleranz auch eher dazu Joghurt statt Milch zu tolerieren, obwohl Joghurt und Milch ähnliche Mengen an Laktose haben.

Punkte zum Merken

  • Laktose ist Zucker in der Milch und in den Milchprodukten.

  • Laktoseintoleranz ist ein Zustand, bei dem Menschen nach dem Essen oder Trinken von Milch oder Milchprodukten Verdauungsstörungen wie Blähungen, Diarrhö und Gasansammlung haben.

  • Gesundheitsdienstleister stellen Laktoseintoleranz fest, indem sie sie auf der medizinischen, familiären und Ernährungsgeschichte basieren und schließen dabei auch eine Überprüfung der Symptome, eine körperliche Untersuchung  und medizinische Tests ein.

  • Eine auf Symptomen allein basierende Diagnose kann irreführend sein, weil Verdauungssymptome aus vielen anderen Gründen auftreten können, mit denen die Laktoseintoleranz nichts zu tun hat.

  • Die meisten Menschen mit Laktoseintoleranz können eine gewisse Menge von Laktose in ihrer Ernährung tolerieren und brauchen nicht Milch oder Milchprodukte völlig zu vermeiden. Jedoch ist die Menge der Laktose, die jeder Mensch vertragen kann, für jeden individuell.

  • Die Forschung deutet darauf hin, dass Erwachsene und Jugendliche mit Laktosemalabsorption mindestens 12 Gramm Laktose ohne Auftreten von Symptomen oder nur mit geringeren Symptomen essen oder trinken können. Das ist die Menge an Laktose in einer Tasse Milch.

  • Achten Sie auf den Bedarf an Kalzium. Menschen mit Laktoseintoleranz neigen dazu, Milchprodukte zu vermeiden. Wenn Sie das tun, verzichten Sie sich auf Kalzium. Sie benötigen Kalzium für gesunde Zähne und Knochen und Vitamin D, damit Ihr Körper das Kalzium benutzen kann.

 

Gute Bakterien

Lactobacillus delbrueckii ssp. bulgaricus

Streptococcus thermophilus

Milchsäuregärung

Die Milchsäurefermentation von bulgarischem Joghurt ist ein einzigartiger biologischer Prozess, an dem sich symbiotische Kulturen von Lactobacillus delbrueckii ssp. Bulgaricus und Streptococcus thermophilus beteiligen. Beide Mikroorganismen kooperieren miteinander während der Fermentation und ihr assoziatives Wachstum führt zu einer beschleunigten Ansäuerung, aber die genauen Mechanismen sind nur teilweise verstanden. Die heutige Molekularbiologie und genomische Studien zeigen, dass Lactobacillus delbrueckii ssp. Bulgaricus im Prozess der laufenden menschlich-getriebenen reduktiven Evolution ist. Alter der menschlichen Selektion von Stämmen, die an das proteinreiche Milchmedium angepasst wurden, führten zur Etablierung stabiler symbiotischer Kulturen, in denen Lactobacillus delbrueckii ssp. Bulgaricus und Streptococcus thermophilus gegenseitig das Wachstum stimulieren, kooperieren und sich gegenseitig metabolisch kompensieren. Heutzutage sind mehrere genetische und biochemische Merkmale für die komplexe positive Wechselwirkung zwischen diesen beiden Bakterienarten bekannt:

  • S. thermophilus degradiert Milchharnstoff, scheidet somit CO2 aus und stimuliert so das Wachstum von Lactobacilli, das durch die niedrige CO2-Konzentration in der Milch nach der Wärmebehandlung behindert wird.

  • S. thermophilus S. thermophilus stimuliert das Wachstum von L. bulgaricus durch Ameisensäurebildung, die den Schritt in der Purinbiosynthese beschränkt.

  • Gemischte Joghurtkulturen können die Produktion von einigen Metaboliten wie Acetaldehyd stimulieren.

  • L. bulgaricus besitzt im Gegensatz zu S. thermophilus extrazelluläre zellwandgebundene Protease und kann daher S. thermophilus mit Peptiden und Aminosäuren versorgen.

  • Das S. Thermophilus-Genom enthält die Gene, die für die p-Aminobenzoesäure (PABA) Biosynthese verantwortlich sind, und könnte L. bulgaricus mit PABA versorgen, was für die Herstellung von Folat notwendig ist.

  • Genomische Analysedaten deuten darauf hin, dass S. thermophilus während der Fermentation dem L. bulgaricus Ornithin zur Verfügung stellen kann, die von L. bulgaricus zu Putrescin decarboxyliert wird, der wiederum S. thermophilus zur Verfügung stellt. Auf diese Weise profitieren beide Bakterien gegenseitig mit Polyaminen, die für viele Zellfunktionen und oxidative Stressresistenz wichtig sind.

Probiotika

Die Probiotika werden als lebende mikrobielle Zusatzstoffe definiert, die besonders vorteilhaft für die menschliche Gesundheit sind.

Die Einbeziehung von Probiotika in die menschliche Ernährung gilt als das vielversprechendste Konzept für die Überwindung des Einflusses der negativen gesundheitlichen Faktoren, die durch den Lebensstil des modernen Menschen verursacht werden. Die Zunahme des probiotischen Produktverbrauchs führt zu einer qualitativen Verbesserung des Gesundheitszustandes und einer geringeren Verwendung von Arzneimitteln. 

 

Heutzutage gibt es auf dem Markt in den USA, Japan, Deutschland, der Schweiz, Frankreich usw. auf der Basis verschiedener mikrobiologischer Zusammensetzungen (Lactobacillus acidophilus, Bifidobacteriae ua) zahlreiche probiotische Präparate. 

 

Definitionen des Begriffs "Probiotika" in den letzten Jahren sind unten aufgelistet:

  • "Orale Probiotika sind lebende Mikroorganismen, deren Einnahme in bestimmten Mengen von gesundheitlichem Vorteil für die inhärente Grundnahrung ist". LABIP-Konsensdefinition (Guarner & Schaafsma, 1998).

  • "Ein lebender mikrobieller Nahrungsmittelbestandteil, der zur Gesundheit vorteilhaft ist". Vorgeschlagen von Salminen et al. (1998) und als Konsensdefinition der von der Europäischen Kommission geförderten FUFOSE-konzertierten Aktion (Diplock et al. 1999) angenommen.

  • "Lebendige Mikroorganismen, die dem Wirt einen gesundheitlichen Nutzen verleihen, wenn sie in adäquaten Mengen verabreicht werden, ". Definition von der Gemeinsamen Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation / Weltgesundheitsorganisation Arbeitsgruppe (2002). Die International Scientific Association für Probiotika und Präbiotika haben diese Definition kürzlich verabschiedet (Reid et al., 2003). 

  • "Probiotische Bakterien sind lebende Nahrungsergänzungsmittel, von denen die Gesundheit der Verbraucher profitiert", wie es in dem Gesetzesvorschlag von der Europäischen Kommission festgelegt ist.

  • Die probiotischen Präparate umfassen hauptsächlich Milchsäurebakterien der Gattungen Bifidobacterium und Lactobacillus, aber auch Hefen (Saccharomyces boulardii) oder andere Bakterienarten (Bacillus coagulans, Escherichia coli Nissle 1917, usw.).

 

Präbiotika sind eine Kategorie von funktionellen Lebensmitteln, definiert als unverdauliche Nahrungsbestandteile, die den Wirt vorteilhaft beeinflussen, indem sie selektiv das Wachstum und / oder Aktivität von einem oder einer begrenzten Anzahl von Bakterien im Dickdarm stimulieren und damit die Gesundheit des Wirts verbessern. Geeignete Kombinationen von Prä- und Probiotika werden Synbiotika genannt. 

 

Der Joghurtverzehr wurde gezeigt, um von den messbaren gesundheitlichen Vorteilen der Anwesenheit von lebenden Bakterien zu überzeugen, verglichen mit Produkten mit durch Hitze abgetöteten Bakterien. Damit erfüllen die Joghurtstarterkulturen deutlich das aktuelle Konzept der Probiotika zumindest für ihre positive Wirkung auf die Verdauung der Laktose in vivo. Einige Joghurtkulturen wurden gezeigt, um andere gesundheitliche Vorteile zu beschreiben, wie beispielsweise Reduktion der Heftigkeit und Dauer der akuten Diarrhö, Vorbeugung von allergischen Erkrankungen, Immunmodulation, schützende Wirkung gegen Dickdarmkrebs, Verbesserung der Laktoseverdauung und Eliminierung der Symptome der Laktoseintoleranz, usw.

 

Lactobacillus Delbrueckii ssp. Bulgaricus und Streptococcus Termophilus

Ein Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Verordnung des Rates zur Festlegung ergänzender Vorschriften für die gemeinsame Marktorganisation für Milch und Milcherzeugnisse für Joghurt und joghurtähnliche Erzeugnisse wurde vor kurzem vorgelegt (AGRI / 38 743 / 2003ev3). Artikel 2 und Anhang des Vorschlags legen fest, dass "Joghurt" ein Produkt ist, das durch Fermentation von Milch mit Kulturen von Streptococcus thermophilus und Lactobacillus delbrueckii ssp. Bulgaricus entsteht.

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